Ist der Westen dabei, seine eigene Weltordnung zu zerstören? Der ehemalige UN-Diplomat und heutiges Mitglied des Europäischen Parlaments Michael von der Schulenburg analysiert den Iran-Krieg und die globale Lage. Er stellt eine entscheidende Frage: Steuert der Westen auf eine Eskalation zu, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann? Im Gespräch geht es um: – den Iran-Krieg und seine globale Dimension – die strategische Lage Europas zwischen zwei Kriegen – das Ende der UNO-Charta und internationaler Regeln – die wachsende Gefahr eines Atomkriegs – Fehleinschätzungen westlicher Politik – den Verlust von Diplomatie und Vertrauen „Wir zerstören uns selbst, indem wir das aufheben.“ Der Westen riskiert nicht nur militärische Niederlagen, sondern verliert seine eigene Grundlage: eine regelbasierte Weltordnung. Schulenburg kritisiert dabei vor allem die politische Kurzsichtigkeit und warnt vor langfristigen Konsequenzen. Was fordert der Gast? – Rückkehr zur Diplomatie – Anerkennung geopolitischer Realitäten – Abkehr von militärischer Eskalation Ein Gespräch über Macht, Ordnung, Verantwortung und strategisches Versagen.
Es lohnt sich wirklich, sich das mal reinzuziehen, auch, wenn es eine Stunde lang geht. Der Mann spricht generell die weltpolitische Lage an, die man nicht nur als zerfahren, sondern in manchen Bereichen auch als desaströs bezeichnen kann. Wie ich das sehe, ist dieses Interview ungefähr zwei Monate alt.
Schulenburg wurde hier im Gelben schon öfters mit Aussagen und Bewertungen zitiert, aber dieses Interview trifft schonungslos den berühmten Nagel auf den Kopf. Als ich mir das angesehen habe, haben mich zwei Gefühle beschäftigt, die gegensätzlicher nicht sein könnten:
– Betroffenheit, in welcher Welt wir leben
– Hoffnung, weil es noch Leute im EU-Parlament gibt, die sich den Sinn für die Realität bewahrt haben.



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